ECSA

Blickpunkt Mai 2017

Montag, 29. Mai 2017

Reformation - Solo für ein Quartett

Das klingt paradox. Das macht keinen Sinn auf den ersten Blick. Entweder man ist solo und damit auf sich allein gestellt - oder man agiert als Team, wenn diesem 4 Leute angehören, dann ist es eben ein Quartett. Die Reformation, deren Beginn vor 500 Jahren mit Martin Luther und anderen mutigen Kirchenmännern wir in diesem Jahr feiern, hat als Kennzeichen auch 4-mal „solo“ - 4-mal „allein“. M. Luther sie hat durch die gründliche Beschäftigung mit Gottes Wort für sich herausgearbeitet: Sie bedeuten die Grundlage unserer Beziehung zu Gott.

Solus Christus - allein Jesus Christus
Sola gratia - allein die Gnade
Sola scriptura - allein die Schrift
Sola fide - allein der Glaube

Wer heute das Wörtchen „allein“ für sich in Anspruch nimmt, muss damit rechnen, als Fundamentalist abgekanzelt zu werden und das ist noch der harmlose Fall. Spannender wird es, wenn stattdessen der Vorwurf der Intoleranz oder des Fanatismus aufkommt. Heute wollen wir ja tolerant, weltoffen und multikulturell sein. Daraus wird aber nichts, wenn es um die Frage geht, ob Gott der Schöpfer mit meinem oder deinem Leben etwas zu tun haben soll oder nicht.

An dieser Stelle hört es auf mit der Vielfalt der Meinungen. Jesus Christus ist der alleinige Weg, den Gott sich ausgedacht hat, um die zerstörte Beziehung zwischen IHM und uns Menschen wieder in Ordnung zu bringen. Es ist allein seine Gnade, die dieses unglaubliche Geschenk möglich macht. Niemand kann und sollte sich einbilden, irgendetwas dazu leisten zu können oder zu müssen. Wir können allein aus der Bibel erkennen, wie Gott sich das mit uns gedacht hat. Und es ist allein der Glaube an IHN, der dies in einer lebendigen Beziehung in unserem Leben zum Ausdruck bringt. 4 x allein – und zusammen genommen der Inhalt unseres Glaubens. Solo für ein Quartett.