ECSA

Blickpunkt März 2016

Donnerstag, 17. März 2016

Passion

Dieses Wort hat so unglaublich viele Facetten. Es erinnert mich zunächst an Leiden und abgrundtiefes Leid. Dazu muss man nicht besonders weit gucken oder hören, ein Blick in den Fernseher oder ein Ohr am Radio reichen schon. Die übergroße Mehrheit der Nachrichten sind keine guten und das liegt mit Sicherheit nicht an der alten Journalistenweisheit „Bad news are good news“.

Aber mir begegnen in diesen Tagen auch immer mehr Menschen, die leiden still – nach innen gekehrt. Sie fragen sich besorgt, wie es mit unserem Land, den Menschen, den Parteien, der Stimmung, der Wirtschaft unserem Lebensgefühl, unseren Werten weitergehen kann. Andere machen lauthals ihren Gefühlen Luft und pöbeln jeden an, der ihnen grade quer kommt. Wo geht’s hin?

Aber dann ist da noch diese andere Übersetzung, am ehesten trifft das Wort „Leidenschaft“ zu. Da hat man ja eigentlich keine sofortigen negativen Gedanken, es knistert oder kribbelt. Schwer verliebt stellt man sich das schönste Gefühl der Welt vor. Du weißt nicht wovon ich rede? Natürlich vom Fußball. Während ich diese Zeile schreibe, spielt „meine“ Mannschaft im Europapokal. Fiebernde Leidenschaft!! Gibt doch wohl nichts Besseres?

Zwei sehr gegensätzliche Begriffe – haben die was miteinander zu tun? Es soll schon vorgekommen sein, das Leidenschaft am Ende des Tages nur Leiden schafft...

Aber ich würde gern zum Schluss dieses Artikels von dem reden, der die beiden so gegensätzlichen Positionen wieder vereinigt – und das ist Gott in Jesus Christus. Davon will ich reden – möglichst laut in dieser Zeit. Denn ich glaube zu hundert Prozent, dass ER die einzige wirkliche Hoffnung ist, den diese Welt noch hat. Genau das wünsche ich dir auch – jetzt in dieser Passionszeit.

By: Stephan Hobrack