ECSA

Blickpunkt Mai 2016

Dienstag, 17. Mai 2016

Die Mannschaft

Jetzt ist es also passiert. Fußball Deutschland ist außer Fassung. DIE MANNSCHAFT ist raus. Kick off – raus aus der Champions League. Und dabei waren die „Roten“ aus dem Süden der Republik in beiden Halbfinalspielen eigentlich das klar bessere Team. Motiviert, gekämpft, sich abgerackert und am Ende steht man doch mit leeren Händen da.

Kennst du das aus deinem Leben? Ich schon. Die Aufgabenstellung lag da, und man hat sich gründlich Gedanken gemacht, das Problem analysiert, Lösungsansätze gesucht und dann angepackt, fleißig gearbeitet, das Beste gegeben – aber am Ende war es doch nicht genug. Tiefer kann die Enttäuschung dann kaum sein. Wenn man sich nicht den Vorwurf gefallen lassen muss, nicht „alles rausgehauen“ zu haben, ist tatsächlich dann nur noch riesengroße Enttäuschung da und aus dieser kann schnell Frustration werden. Im Sport, wenn es „nur“ um einen Wettkampf geht, kommt man sicherlich „mehr oder weniger“ schnell da wieder raus, aber im Leben ist so ein Tiefschlag nicht so schnell zu überwinden.

Wie sehen die Mannschaften unseres Lebens aus? Familie, Freunde, Klasse, Clique, Jugendkreis, Gemeinde – um nur ein paar Beispiele zu nennen. Es gelingt nicht immer, aus der Summe der einzelnen Personen ein siegreiches Team zu formen. Und trotzdem: Zusammenhalt und Gemeinschaftsgefühl sind elementare Voraussetzungen für den Erfolg. Selbst bei großer individueller Klasse ist noch lange nicht gesagt, dass das Team zuletzt auch erfolgreich ist. Aber gemeinschaftliches Arbeiten und das Ziehen am selben Strang (in die gleiche Richtung!) können bewirken, über Niederlagen gemeinsam hinweg zu kommen. Die Starken können dann die Schwächeren mittragen und gemeinsam geht alles leichter.

Gott möchte, dass wir Christen so miteinander umgehen. Unsere Gemeinschaft soll so geprägt sein, dass andere spüren, hier kommt es nicht auf großartigen Individualismus an (aus Individualisten werden schnell Egoisten!), sondern auf gemeinsames Tragen, Unterstützen und Mitnehmen. Hingucken, Wahrnehmen und Einbringen sind die Geheimnisse des Handelns. Der lebendige Gott und der gemeinsame Glaube an ihn die Basis.

Ich wünsche euch diese Entdeckung in euren Kreisen.

By: Stephan Hobrack