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Haltestelle 2021- endlich wieder vor Ort erlebt!

Dienstag, 27. Juli 2021

Haltestelle 2021 - endlich wieder vor Ort erlebt!

Das ist der erste Gedanke, der mir als Erinnerung an die diesjährige Haltestelle kommt.

Ich bin am Freitag mit dem Zug angereist und erinnere mich noch gut daran, wie voll es dort war. Trotz allem bin ich mit meiner Schwester und meiner Freundin gut in Bergwitz angekommen. Dann lernten wir erstmal den Ort kennen. Und zwar ausführlich. Der Weg vom Bahnhof zur Kirche ist gefühlt die längste Strecke von ganz Bergwitz. Immerhin habe ich den alljährlichen Gepäckshuttleservice dadurch richtig schätzen gelernt. Und nach dem Aufbauen, was leider im Regen geschehen musste, ging dann auch die Haltestelle los:

„Roots“ war das Thema und ich habe es genossen, die Wurzeln des Glaubens kennenzulernen!

Dabei war ich vor allem über die Unterschiedlichkeit unserer Wurzeln überrascht. Fil_da_elephant, kurz Fil, unsere Prediger für dieses Wochenende zum Beispiel. Seine Wurzeln sind nicht wirklich christlich und ich finde es beim Zurückdenken noch heute krass, wie sich Gott einem auch in den übelsten Umständen offenbaren kann. Dieser Prediger und Rapper, der seine Texte mit Musik und Predigt verbindet, hat mein Herz berührt. Auch von mehreren Freunden habe ich erfahren, dass sie, manche seit langem das erste Mal, richtig gut auf eine Predigt konzentrieren konnten. Ich war überwältigt davon.

Am Samstagmorgen hatte ich dann das Privileg, für Fil vor der Predigt zu beten. Und ich gebe es zu ich war furchtbar aufgeregt. Es fällt mir nämlich ziemlich schwer vor anderen Leuten zu beten. Beten, das war für mich einfach immer etwas Privates. Bereits vor dem Wochenende hatte ich mir daher so ungefähr zurechtgelegt, was ich sagen wollte. Ich glaube, als ich dann auf der Bühne stand, habe ich die Hälfte davon wieder vergessen. Aber Freude hatte ich trotzdem. Denn ein Gedanke hat mir Kraft gegeben: Ich bin nicht allein auf der Bühne, ich rede mit meinem Papa. Was kann da schon schlimmes passieren? Also habe ich einfach losgeredet. Wie mir der Mund gewachsen ist und wie ich immer mit Gott bete. Und ich sage nicht ohne Stolz: Ich fand mein Gebet gut.

Besucht habe ich an diesem Wochenende das Seminar über Okkultismus. Auch hier habe ich gestaunt. Vor allem wie auch wir Christen mit diesem Thema leicht in Kontakt kommen und wie fließend oftmals die Grenzen sind. Bei manchen Menschen gehört auch der Okkultismus zu den „Roots“. Außerdem fand ich es wichtig über dieses oft so verschwiegene Thema wirklich nachhaltig und bibelfundiert informiert zu werden.

Am Nachmittag bei den Workshops habe ich dann mit meinen Freunden an der Schnitzeljagd teilgenommen. Die Rätsel haben mir gut gefallen. Außerdem ging es nicht zu lange und wir hatten Zeit hinterher noch bei anderen Gruppen und Workshops vorbei zusehen. Auch das fand ich gut. Vor allem die Tanzgruppe schien richtig viel Spaß zu haben. Selbst das zusehen hat ja schon Spaß gemacht!

Ebenfalls Spaß gemacht haben die verschiedenen Veranstaltungen im großen Zelt. Wir hatten ein witziges Moderatorenteam und die coronakonformen Alternativen zu Geländespielen haben mir ebenfalls sehr gut gefallen.

Ein besonderes Highlight ist für mich jedes Jahr der Samstagabend. Dieser Abend mit seiner ernsten Predigt und den Gebetsstationen bewirkt es, jedes Jahr unterschiedliche Gefühle in mir zu wecken. Vor allem aber eins: Die Liebe zu meinem Papa, meinem HERRN. Oder auch „Papsi“ oder „Abba“ oder wie auch immer du unseren Gott nennen magst.

Ich war durch das Zeit-Für-Dich-Team bei der Segensstation eingeteilt und wie auch letztes Jahr habe ich es sehr genossen! Dieser Abend schenkt mir und so vielen anderen Jugendlichen Frieden mitten ins Herz. Daran glaube ich ganz fest. Das habe ich auch in diesem Jahr wieder erlebt.

Der Sonntag ist dann immer der kürzeste Tag auf der Haltestelle. Zumindest kommt es mir so vor. Die Zelte werden abgebaut, alles wird weggeräumt und nur ein Gottesdienst und eine warme Mahlzeit trennen die Haltestelle noch von ihrem Abschluss. Der Sonntagsgottesdienst war gut gelungen. Ich hatte Spaß an dem Videorückblick und habe mich gefreut, dass Fil auch noch einige seiner Lieder gerappt hat.

Danach sind wir dann leider abgereist. Doch ich freue mich jetzt schon auf die Haltestelle 2022!

(Anne Postler)