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Mutmachgeschichten aus dem GVSA #4 - EC Chili Chips Zeitz

Montag, 2. Mai 2022

Zur Jugendarbeit kam ich wie die Jungfrau zum Kinde. Als ich Anfang September 2021 meinen Dienst als Prediger im Bezirk Zeitz antrat, wurde sehr schnell der Wunsch unüberhörbar, eine neue Jugendarbeit zu starten. Aus Mangel an Jugendlichen gab es in den letzten Jahren keinen eigenen LKG-Jugendkreis, aber bekanntlich wachsen auch Kinder irgendwann über sich hinaus.

Das Potential war also da, der Wunsch der Eltern und Gemeindeverantwortlichen ebenfalls. Aber würden die Teenies und Jugendlichen mitziehen, und wer sollte die Jugendarbeit leiten? Corona war da noch das kleinste Problem…

Es nahte die Wake-up-and-go-Freizeit in Arendsee. Fünf Teenies und Jugendliche aus der LKG Zeitz nahmen teil. Ein Treffen mit ihnen unter der ECht MUTivierenden Leitung von Thomas Kamm wurde zum Volltreffer: Ehe man sich’s versah, war in der Mittagspause des zweiten Tages der EC Zeitz neu gegründet bzw. wiederbelebt worden – ganz nach dem Motto: Wake up and go!

Nach dem Aufwachen (wake up) ging es ans Planen und Umsetzen (and go). Dabei erwies sich die Suche nach Mitarbeitern als die eigentliche Herausforderung – und das bis heute, zumal wir in der Jugendarbeit bewusst das Vier-Augen-Prinzip verfolgen. Das ist ein Gebetsanliegen, ganz im Sinne von Matthäus 9,37+38: „Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende.“

Im Vertrauen auf Gott und ohne fertigen 10-Jahres-Plan in der Tasche starteten wir am 26. November 2021 mit dem ersten Jugendabend. Seither treffen wir uns i.d.R. wöchentlich, um gemeinsam zu essen, Tischtennis oder Kicker zu spielen, zu singen und einen geistlichen Input zu teilen.

Ermutigend ist,

·      dass trotz angespannter Mitarbeitersituation (und trotz Corona) sämtliche Jugendabende bisher wie geplant stattfinden konnten,

·      dass jedes Mal 10–15 Jugendliche ab 12 Jahren teilnehmen (davon 10 fast immer und weitere 10 etwas unregelmäßiger, jeweils etwa die Hälfte von außerhalb der LKG, neuerdings auch ukrainische Jugendliche),

·      dass Beziehungen wachsen und man bei einzelnen Jugendlichen sieht, wie sie Vertrauen fassen und aufblühen,

·      dass der ECSA die Arbeit in einer Weise unterstützt (auch personell), die ihresgleichen sucht,

·      dass Gott immer wieder Kraft und Ideen schenkt.

Im Vertrauen auf Gott wurde die Jugendarbeit neu belebt, nur im Vertrauen auf ihn kann sie auch weitergeführt werden.

 

(Emmanuel Rehfeld)